Zertifizierung des Sozialpraktikums

„Zertifizierung des Sozialpraktikums

Am Dienstag wurde 16 Schüler und Schülerinnen vom Bürgermeister der Stadt Recklinghausen, Herrn Christoph Tesche, dafür geehrt, dass sie ein Sozialpraktikum neben ihrem Unterricht absolviert haben. Zwei der Schülerinnen haben ihr Praktikum im Hospiz zu heiligen Franziskus gemacht. Sie kamen über 12 mal wöchentlich für einen Nachmittag ins Hospiz.

„Schüler im Hospiz? Geht das denn?“ wird der eine oder andere sich fragen.

Das haben wir uns auch gefragt und eine Form gefunden, dass die Schülerinnen von einer erfahrenen, ehrenamtlichen Mitarbeiterin begleitet wurden. Sie führte sie in die Kontakte zu den Hausgästen ein und stand für Fragen zur Verfügung.

Beide Schülerinnen beendeten ihren Einsatz mit der Erkenntnis: „Wir haben viel gelernt. Dinge, die man in keinem Unterricht lernen kann. Zu erleben, dass das Leben endlich ist, verändert das Denken.“

Wir wünschen den Schülerinnen alles Gute für ihren weiteren Weg.

Hospiz macht Schule – das dritte Mal in Recklinghausen

2015 startete die besondere Aktion auf Initiative von Koordinatorin Marianne Michel auch in Recklinghausen.Während der dritten Projektwoche profitierten nun die Viertklässler an der Marienstraße vom Engagement des Hospizes. „Der Tod sollte für Jungen und Mädchen kein Tabu sein. Doch leider ist das Thema immer noch negativ belegt. „Es gibt viele Berührungsängste“, weiß Marianne Michel. Neugierig sitzen die Kinder der Piratenklasse im Kreis, in der Mitte die „Schatztruhen“ mit dem abwechslungsreichen Arbeitsmaterial. Die ausgebildeten Hospiz-Kräfte wissen genau, worüber sie reden, betreuen sie doch bereits viele Jahre Sterbende und Trauernde. Sie möchten vor allem die bedrohlichen Bilder aus den Köpfen der Jungen und Mädchen vertreiben und nicht zuletzt: die Sprachlosigkeit der Erwachsenen. Die hatten keine Vorbehalte, obwohl manche Eltern schon leise Bedenken äußerten. Aber das lag vielmehr an eigenen unangenehmen Erfahrungen. Der Film „Willi will’s wissen“ führte die Schüler an das Thema heran und in kleinen Gruppen bastelten und malten sie und begaben sich auf Fantasiereisen. Sie redeten über viele Dinge: über das Traurigsein und den Trost, über die Arten des Sterbens, über Krankheiten und Leiden, über Jenseitsvorstellungen und Bestattungsrituale.   Und das Ergebnis ist durchweg positiv: Keiner hatte Angst vor dem Tod. Doch Traurigsein ist erlaubt.

Es ist wichtig, den Kindern früh Zeit und Raum zu geben, sich damit zu beschäftigen. Und wenn dann jemand plötzlich stirbt, bekommen sie in dieser Situation vielleicht nicht die nötige Aufmerksamtkeit“, erklärt die Lehrerin, umso mehr freute sie sich über das Projekt.

Ulrike Geburek / RZ

Spiritualität in der Palliativpflege „Die Gezeichneten und die Sterblichen“ sowie Symposion „Entscheidungen am Lebensende“

Um die Spiritualität in der palliativen Arbeit geht es beim Treffen des „Süder Forums Palliative Care“ am Dienstag, dem 15. November, von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr im August-Mäteling-Haus, Behringstr. 7, 45661 Recklinghausen.

Herr Prof. Dr. Dr. Hermann Steinkamp referiert unter dem Titel „ Die Gezeichneten und die Sterbenden“. Das Süder Forum soll haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Palliativmedizin und in der Hospizarbeit sowie allen Interessierten ein Treffpunkt zum Austausch und Kennenlernen sein.

Veranstalter sind das Elisabeth Krankenhaus, das Hospiz zum hl. Franziskus, die GILDAS-Akademie, das Recklinghäuser Ärztenetz für Information und Qualität sowie das Netzwerk für Palliativmedizin im Kreis Recklinghausen

  • Symposium „Entscheidungen am Lebensende – selbstbestimmt vorsorgen“

Termin: 18.11.2016 (16:00 – 20:00 Uhr)

Veranstaltungsort: St. Elisabeth Hospital Herten

Veranstalter: Palliativnetz Herten

Zielgruppe: Diese Veranstaltung ist für alle Interessierten offen

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei

Wir würden uns sehr freuen, Sie auch an diesen Abenden begrüßen zu dürfen.