Ruhr Matrix 2016/17 W1 „Mut und Besonnenheit – Vom Umgang mit Abschied“

Common Purpose Wahltag „Mut und Besonnenheit – Vom Umgang mit Abschied“ im Rahmen des Führungskräfte Programm Matrix:

Mut und Besonnenheit sind zwei Seiten einer Medaille, die ganz besonders zum Tragen kommen, wenn wir uns unangenehmen Wahrheiten stellen müssen. Führen bedeutet hier – wo Menschen wenig Motivation haben, uns zu folgen – immer wieder mutig den besagten Schritt nach vorne zu wagen. Mut will wie ein Muskel trainiert werden und kann nur durch vielfältige Erfahrungen, Erfolge als auch Misserfolge, gestärkt werden. Während die Besonnenheit uns wieder in die Balance bringt, um Übermut in Schranken zu weisen.

Eine besondere Herausforderung sind für Führungskräfte in diesem Zusammenhang Abschiedssituationen.

Abschiede im beruflichen Umfeld …

… können von einer Führungskraft geplant sein, wie bei Änderungen im Unternehmen und den damit verbundenen Abschieden von Mitarbeitern oder diese auch plötzlich treffen, wie die eigene Kündigung, Versetzung oder der Verlust von Mitarbeitern. Der Umgang mit diesen Situationen erfordert sowohl Mut, als auch Besonnenheit.

Woher kommt der Mut, unangenehme Entscheidungen wie die Schließung von Abteilungen und die Trennung von Mitarbeitern zu treffen und die Besonnenheit, diese zu kommunizieren oder mit unangenehmen Neuigkeiten wie der eigenen Kündigung oder vielleicht Todesfällen im eigenen Team umzugehen? Wo bleibt die Besonnenheit, wenn Zahlen eine Rolle spielen? Wo bleibt der Mut, wenn man betroffen ist?

Zielfragen des Tages:

  • Was brauchen wir, um Mut für Neues im gesellschaftlichen, aber auch im beruflichen Umfeld zuzulassen?
  • Wie gelingt es, in unserem eigenen Berufsumfeld, eine Atmosphäre des Miteinander zu schaffen?
  • Wo braucht es mehr Mut, wo mehr Besonnenheit?

Auch Frau Sonntag (Hospizleitung), Frau Iris Thenhausen (PDL des Ambulanten Pall-Care-Dienstes) sowie Wolfgang Pantförder (Vorstandsmitglied der  Franziskus-Hospiz-Stiftung) wussten mit ihren Ausführungen das Interesse der Teilnehmer zu wecken.

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Hospiz-Netzwerk Recklinghausen – Auf einen Blick

  1. Hospiz zum hl. Franziskus e.V.
    (VR 1457 AG Recklinghausen)
    Er ist der Trägerverein des Hospizes und bleibt Mehrheitsgesellschafter der gGmbH (vgl.4). Mit ihm fing im Umfeld des Elisabeth Krankenhauses und durch das Kuratorium der Elisabeth-Krankenhaus-GmbH 1986 alles an.
  2. Hospiz -Förderverein Recklinghausen e.V. – von 2004
    (VR 2370 AG Recklinghausen)
    Unterstützt das Hospiz durch Mitgliederbeiträge und Spenden.
  3. Franziskus-Hospiz-Stiftung – von 2005
    (Stift.Reg. NRW 15.2.1-F18)
    Aus den Erträgen des Stiftungsvermögens wird besonders die Hospizarbeit langfristig gesichert.
  4. Hospiz z. hl. Franziskus gemeinnützige GmbH – von 2011
    mit einem Stammkapital von 250.000 €
    (Gründer und Gesellschafter ist der Trägerverein / vergl. 1)
    (HRB 6578 AG Recklinghausen ) – GF Norbert Homann
    Baut und unterhält das neue Hospizgebäude und wird demnächst die Trägerschaft übernehmen.

Ständiger und bleibender Mehrheitsgesellschafter ist der e.V. ( wie oben 1);

Mitgesellschafter z.Zt.:

  • Caritasverband Recklinghausen mit 5.000 €
  • Diakonisches Werk Recklinghausen mit 5.000 €
  • Franziskus-Hospiz-Stiftung (o. Ziff.3) mit 25.000 €

Stand: Februar 2014

Dieses Engagement ist einfach ausgezeichnet – Recklinghäuser Zeitung berichtet

Agendapreis wird zum 12. Mal verliehen

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Geehrte im Alter von 22 bis 93 Jahren

Es sind Bürger, die sich im Bereich Gesellschaft und Umwelt verdient gemacht haben. Bürger, die Engagement zeigen und Vorbildfunktionen erfüllen – und das vom jungen bis ins hohe Alter hinein. Ihnen überreichte die Lokale Agenda im feierlichen Rahmen bereits zum zwölften Mal den „Recklinghäuser Agendapreis“.

Noch jung an Jahren, aber schon reich an Erfahrung ist Jens Keinhörster aus Suderwich. Der 22-jährige Berufsimker entwickelte die Lleidenschaft für den süßen Honig schon mit elf Jahren. Er beliefert unter anderem den Angendastand des Fachforums Konsum auf dem samstäglichen Wochenmarkt und sichert damit das Angebot an regionalen Produkten. „Er ist ein Beispiel für mutiges junges Unternehmertum“, findet Mitorganisator Peter Möller. Aufgrund der kurzen Transportwege leistet Keinhörster einen wichtigen Beitrag zur Ökologie und erhielt dafür den diesjährigen Agendapreis.

Der stellvertretende Bürgermeister Jochen Weber ist beeindruckt: „so jung und schon solch ein Interesse an ökologischen Prozessen. Jens ist ein Vorbild für seine Generation.“ Deutlich älter, aber ebenso engagiert und erfahren ist der Hertener Heinrich Krieger. Der 93-jährige blickt auf eine lange Karriere im Bildungsbereich zurück. Krieger ist Gründer und Impulsgeber der Altenakademie Sektion Vest. Getreu seinem Motto „Bildung muss Volkssport werden“, ist er der Überzeugung, dass es stets noch Neues zu entdecken gibt. Daher finden wöchentliche Treffen statt, an denen Mitglieder der Altenakademie und externe Referenten Vorträge zu diversen Themen halten und so etwas von ihrem Wissensschatz abgeben. „Den Hospizdienst kann man nicht hoch genug würdigen“, ist Jochen Weber über das soziale Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizes zum hl. Franziskus angetan, die den dritten Agendapreis 2014 entgegen nehmen konnten.

Das Recklinghäuser Hospiz ist die älteste eigenständige Einrichtung seiner Art in Deutschland. Rund 40 Ehrenamtliche sorgen mit Empathie, Verständnis und Ruhe für die letzten schönen Augenblicke im Leben der zu betreuenden Personen. Der Agendapreis ist ein „Preis von ‚Bürgern für Bürger“, weiß Organisator Ewald Zmarsly. Das Gründungsmitglied der Lokalen Agenda, Alfred Stemmler, initiierte die Idee, jährlich einen Preis an Einzelpersonen, Gruppen, Vereinen, Schulen oder Firmen zu überreichen, die sich nachhaltig und zukunftsweisend in den Bereichen Ökonomie  und Ssoziales verhalten haben. Die Idee basiert auf der in der UN-Gipfelkonferenz in Rio de Janeiro beschlossenen Agenda 21, die einen Entwicklungsplan für das 21. Jahrhundert darstellt.

Quelle: Recklinghauser Zeitung