Seminar der Ehrenamtlichen im Kloster Vinnenberg

Seminar im Kloster Vinnenberg zum Thema Trost

 

In diesem Jahr fand das Fortbildungsangebot für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Hospizdienstes in einem besonderen Rahmen statt. Für 3 Tage fuhren wir ins schön gelegene Kloster Vinnenberg. Ruhe und Abgeschiedenheit (kein Handyempfang), vereint mit schlichter Schönheit, prägten die Stimmung.

Wenn mich  nach dem Semester zu Hause jemand fragte.“Was habt ihr denn gelernt ?“, dann kann ich darauf eigentlich keine Antwort geben. Gelernt, in dem Sinne, dass ich jetzt einige schlaue Sätze sagen könnte, haben wir eigentlich nicht.

Vielleicht könnte ich sagen, dass Trost etwas mit Beziehung zu tun hat. Dass ich Trost nicht absichtsvoll im Anderen erzeugen kann, sondern dass sich Trost ereignet. Manchmal auch ohne Absicht. Quasi als Geschenk. Auch als Gottesgeschenk.

Trost hat etwas mit der Öffnung des Herzens zu tun: Des Herzens des vermeintlichen „Trösters“ und des Herzens des „Trostsuchenden“. Von Herzensöffnung oder von Barmherzigkeit lässt sich gut reden. Ich kann dazu bereit sein, aber ich kann es nicht erzeugen.

So sind wir alle Bedürftige: Als Tröster und als Trostempfänger.

Gudrun Wilde-Weickert / Koordinatorin Ehrenamt

Hospiz macht Schule – 2016

Auch in diesem Jahr haben wir in einer Grundschule in Recklinghausen Süd unter der Überschrift „Hospiz macht Schule“ mit einigen extra ausgebildeten Ehrenamtlichen eine Projektwoche zum Thema „Tod und Sterben“ durchgeführt, um den SchülerInnen das Thema auf kindgerechte Weise näher zu bringen. Es wurde mit viel Freude erzählt, gemalt, gebastelt, gesungen und gepflanzt.

„Hospiz macht Schule“ startet in die zweite Runde

Projekt Hospiz macht SchuleNach der gelungenen Premiere geht das Projekt „Hospiz macht Schule“ in die zweite Runde, erneut an der Grundschule Im Reitwinkel. Start soll im Herbst sein. Überrascht ist das Hospiz-Team aber, dass das Interesse der anderen Schulen gleich null ist. „Tod und Sterben sind leider immer noch negativ belegt. Damit möchten sich viele Lehrer offensichtlich nicht befassen“, vermutet Marianne Michel. Trotzdem wollen die Expertinnen ihr Projekt zweimal im Jahr anbieten. Darum haben auch weitere Ehrenamtliche die spezielle Schulung besucht. Sie alle warten auf ihren Einsatz.

INFO

Das Projekt „Hospiz macht Schule“ wurde vor 11 Jahren in Düren entwickelt und wird mittlerweile in vielen Städten praktiziert. Fünf geschulte Ehrenamtliche gehen fünf Tage in eine Klasse. Die Projektwoche hat an jedem Tag einen neuen Schwerpunkt.

Wer mitmachen möchte, kann sich bei Marianne Michel informieren,
Tel. 02361 6093 16, mittwochs von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr, oder per E-Mail:
marianne.michel[at]franziskus-hospiz.de